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Die Geschichte des Marktes Neubrunn – Kurzfassung von Achim Rieck

Funde zur Besiedlung unserer Gegend sind bis in die ältere Jungsteinzeit vorhanden und insbesondere ein umfangreiches Fränkisches Reihengräberfeld auf dem Gelände des heutigen Kindergartens beweist eine intensivere Besiedlung in der Zeit ab 650.

Die erste urkundliche Erwähnung, auf die wir uns beziehen, enthält der „Retzbacher Vertrag" von 815 zwischen Abt Ratgar von Fulda und Bischof Wolfger von Würzburg. Neubrunn schreibt sich damals noch Niunbrunno.

Bei der Erhebung der seitherigen Filialkirche zur Pfarrkirche im Jahre 1305 war die Schreibweise „Nuwenbrunnen".

Die Übereignung des hiesigen Schlosses (erbaut etwa im Jahre1000) durch Elisabeth von Hohenlohe, Gräfin zu Wertheim, an den Deutschen Orden im Jahre 1310 bedeutet für Neubrunn einen Entwicklungsschub: König Ludwig der Bayer verleiht Neubrunn im Jahre 1323 das Stadtrecht, verbunden mit dem Recht auf Befestigung, Wochenmarkt und Gericht („Freiheit wie in Wertheim").

Bischof Gerhard von Würzburg bewilligt 1380, das Ordensschloss mit einem Zwinger zu umfassen und das Dorf zu befestigen Der Deutschmeister Konrad von Eggloffstein erhält 1397 den Auftrag, „das Dorf zu umgraben, zu umzäunen und zu befestigen." (siehe Jahreszahl am Südtor 1414).

1484 wird Neubrunn an das Erzstift Mainz vertauscht und 1655 – zusammen mit Böttigheim - vom Hochstift Würzburg zurückgekauft.

Im 30-jähigen Krieg (1632) und während der Napoleonischen Feldzüge (1773) brennt das Dorf zweimal nieder.

Ein verheerender Großbrand äschert 1823 erneut zwei Drittel des gesamten Dorfes ein.

Nach Beendigung des sog. Bruderkrieges (Preußen gegen Bayern und den Deutschen Bund) entstehen in Neubrunn wichtige Einrichtungen:
1883 Bau des Schul- und Rathauses;
1905 Gründung des St. Elisabeth-Vereines
1908 Eröffnung des neu gebauten Kindergartens;
1911 Erweiterung der Pfarrkirche
1915 Inbetriebnahme der öffentlichen Wasserversorgung.

Mit einer Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg, bei dem die Gemeinde 41 Gefallene beklagt, erfolgt 1923 der Anschluss an die Stromversorgung und 1926 wird der Friedhof erweitert und die heutige St. Michaelskapelle zum Gedächtnis für die Gefallenen errichtet.

Mit dem Einzug des Reichsarbeitsdienstes in das Schloss im Jahre1933 kündigt sich der nächste Krieg an, der in der Gemeinde 83 Gefallene und Vermisste fordert. Ab 1945 ist dort ein Altersheim der „Caritas" aus dem zerbombten Würzburg ausgelagert..

1953 wird die erste Flurbereinigung zugeteilt und 1954 das Freischwimmbad eingeweiht. Im Jahre 1964 wird die Erweiterung des Kindergartens ihrer Nutzung übergeben.

Die 1150 Jahrfeier im Jahre 1965 hat ihren Höhepunkt in einem großen historischen Festzug.

1970 erfolgt der Anschluss an die Fernwasserversorgung Mittelmain.

Die Gebietsreform in Bayern bringt zum 1.7.1972 eine Umgliederung vom Landkreis Marktheidenfeld nach Würzburg.
1978 wird Böttigheim nach Neubrunn eingegliedert und gemeinsam Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Helmstadt.
Zum 1.1.1980 scheidet Neubrunn mit Böttigheim auf Antrag des Gemeinderates aus der Verwaltungsgemeinschaft aus und wird selbständige Einheitsgemeinde.

1986 und 1990 gehen die Kläranlagen in Neubrunn und in Böttigheim in Betrieb
Im Jahre 2000 wird auch Böttigheim an die Fernwasserversorgung angeschlossen

Die Pfarrei St. Georg feiert 2005 ihr 700-jähriges Jubiläum und der St. Elisabeth- Verein ist im gleichen Jahr 100 Jahre alt.

Der Markt Neubrunn mit Böttigheim zählt heute auf seiner gesamten Gemarkungsfläche von 2656 ha (davon 866 ha Wald) ca. 2200 Einwohner. Die Landwirtschaft wird im wesentlichen von 6 Vollerwerbsbetrieben ausgeführt, ergänzt durch einige auswärtige Bewirtschafter.

Die früher bereits vorhandene Stärke des Marktes Neubrunn im handwerklichen Bereich hat sich zeitgemäß weiterentwickelt und umfasst heute sehr stark auch Handel und Dienstleistung. Das Angebot reicht weit über den örtlichen Bedarf hinaus und führte zur Einstufung als Kleinzentrum im Rahmen des Regionalplanes.

Wichtigster Faktor in unserm Dorf sind die Menschen, die durch ihre Kreativität und ihren Fleiß in den Betrieben, aber auch durch ihr Engagement in unseren Vereinen auf sportlichem und kulturellem Gebiet, im Sozialen sowie im Hobby- und Freizeitbereich Hervorragendes leisten und unsere Gemeinschaft für uns und unsere Kinder lebenswert machen.

(Hintergrundzeichnung Wehrturm von Gotthard S.H. Schüll)